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Fassadensanierungen – Malerarbeiten, die jedes Haus zum Neubau machen

Fassadensanierungen – Malerarbeiten, die jedes Haus zum Neubau machen

Mit einer neuen Fassade wirkt jedes Gebäude so, als wäre es gerade erst erbaut worden. Ob sich darunter ein Altbau verbirgt, der schon mehr als einhundert Jahre alt ist, spielt überhaupt keine Rolle. Doch die verjüngte Optik ist nur ein Aspekt von Fassadensanierungen. Wichtig sind auch technische Neuerungen wie ein effizientes Wärmedämmsystem und neue Fenster, wenn das Budget dafür ausreicht. Zugegeben, eine Fassadensanierung kostet Zeit und Geld, aber anschliessend darfst du dich über ein optisch neuwertiges Haus und gesparte Heizkosten freuen. Nach Fertigstellung der neuen Fassade hast du viele Jahre Ruhe. Es gibt also einige gute Gründe, eine Fassadensanierung anzugehen.

Können Mieter während Fassadensanierungen den Zins reduzieren?

Die Frage lässt sich pauschal nicht beantworten, denn gemäss der ständigen Schweizer Rechtsprechung kommt es immer auf die tatsächliche Beeinträchtigung im Einzelfall an. Der Schweizer Mieterinnen & Mieterverband hat dazu eine Liste von Gerichtsentscheidungen erstellt, mit deren Hilfe du dich genauer informieren kannst. Sicher ist, dass die Nutzung von Wohn- oder Geschäftsräumen durch die Bauarbeiten an der Fassade nicht unerheblich beeinträchtigt ist. Fassadensanierungen verursachen nicht nur Lärm und Schmutz, sondern es steht auch ein Gerüst vor dem Gebäude. Zum Verputzen ist es ausserdem nötig, die Fenster abzukleben, sodass sie sich nicht mehr öffnen lassen. Wenn sich keine Einigung zwischen Mieter und Vermieter über eine Reduktion des Mietzinses herbeiführen lässt, kann sich der Gang zum Rechtsanwalt oder zum Mieterverband durchaus lohnen.

Wie oft braucht ein Haus eine neue Fassade?

Untersuchungen der Hersteller bescheinigen dem Fassadenputz eine Lebensdauer von etwa dreissig bis fünfzig Jahren. Im Einzelnen hängt das stark von den Witterungsbedingungen und Umweltbelastungen am jeweiligen Standort der Fassade ab. Diese Gesamtlebensdauer bedeutet aber nicht, dass zwischendurch keine Massnahmen stattfinden müssen, bei denen kleine Schäden wie Risse oder Fehlstellen zu sanieren sind. Ausserdem hält die Fassadenfarbe nicht so lange. Ein neuer Anstrich ist spätestens nach zehn Jahren fällig. Eine Verkleidung der Fassade aus Holz hält bei guter Pflege noch etwas länger. Zementfaser- oder Klinkerplatten überleben ihre Erstbesitzer regelmässig.

Wann ist eine Fassadensanierung ohne Dämmung sinnvoll?

Fassadensanierungen ohne das Anbringen einer Wärmedämmung sind nur in seltenen Ausnahmefällen erlaubt. Ein typisches Beispiel für solch einen Fall ist ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus, an dem sich einfach kein Wärmedämmverbundsystem anbringen lässt. Ansonsten ist die Lebensdauer einer Fassade so beschaffen, dass es kaum denkbar ist, dass aktuell Fassaden saniert werden müssten, deren Wärmeschutz auf dem neuesten Stand ist. Im Zweifel gehst du daher besser davon aus, dass deine Fassadensanierung nicht ohne die Anschaffung einer Wärmedämmung stattfinden wird. Nähere Informationen erhältst du beim Bauamt deiner Gemeinde.

Was ist ausser Malerarbeiten bei Fassadensanierungen nötig?

Am Rande von Fassadensanierungen ergeben sich immer typische Nebenarbeiten. Zum einen bietet es sich an, Dachrinnen und Fallrohre zu erneuern, wenn sie ohnehin schon demontiert werden müssen, um die Fassade zu verputzen und den Wärmeschutz aufzubringen. Zum anderen ist auch das Erneuern der Fensterbänke meist unvermeidlich, denn oft lassen sich die alten nicht zerstörungsfrei entfernen. Sollte es sich ausnahmsweise um hochwertige oder gar denkmalgeschützte Natursteinplatten handeln, ist eine Bergung aber durchaus möglich. Ausserdem kann es durch das Gerüst zu Schäden am Boden kommen. Eventuell muss nach der Ausführung der Malerarbeiten ein Handwerker ein paar Blumenbeete oder Pflastersteine wieder in Ordnung bringen.

Welche Vorschriften zum Wärmeschutz gibt es?

Es existieren nicht nur verschiedene Bauvorschriften, wichtig sind auch die aktuellen Vorgaben zur Energieeinsparung. Dazu gibt es kantonale Bestimmungen, die sogenannten Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn). Sie legen fest, wie die Wärmedämmung bei Fassadensanierungen auszuführen ist. Die Vorteile dieser Regeln liegen darin, dass es gleichzeitig Fördergelder gibt und du künftig Heizkosten sparst. Ein ortsansässiger Malerbetrieb und die zuständige Baubehörde werden dich dazu beraten. Fassadensanierungen ohne Rücksprache mit dem Bauamt durchzuführen, ist nicht empfehlenswert, denn du könntest gegen zahlreiche Vorschriften verstossen.

Welcher Putz eignet sich für Fassadensanierungen?

Putze für den Aussenbereich haben die Aufgabe, das darunter liegende Mauerwerk vor Nässe und Wind zu schützen. Anders als im Innenbereich finden die gängigen Gipsputze hier keine Verwendung. In Frage kommen Silikat-, Acryl- und Mineralputze. Wenn du dir einen Putz aussuchst, interessieren dich sicher hauptsächlich die verschiedenen Oberflächen. Es gibt:

  • Farbputz
  • Buntsteinputz
  • Kratzputz
  • Rauputz
  • Unterputz plus Farbanstrich

Was ist beim Gerüst zu beachten?

Wenn das Gerüst an deinem Haus auf öffentlichem Strassenland oder auf Nachbargrundstücken stehen muss, ist dazu sowohl die Einwilligung der Nachbarn als auch die Zustimmung der Baubehörde notwendig. Liegt dein Haus an einer Strasse, wird das Bauamt ausserdem Auflagen machen, die das Gerüst betreffen – zum Beispiel wird ein Netz oder ein Vorhang auf der Strassenseite nötig sein, um Passanten vor herabfallenden Gegenständen zu schützen. Es ist deshalb unbedingt nötig, dass du dich vorher bei deiner Gemeinde erkundigst, wie das Bauamt mit dem Aufstellen der Rüstung verfährt. Ausserdem müssen die Hausbewohner ihre Hausratversicherung über die Fassadensanierung informieren. Die Arbeiten erhöhen das Risiko von Einbrüchen oder Unfällen, deshalb könnte der Versicherungsschutz verloren gehen, falls die Anzeige nicht rechtzeitig bei der Versicherung eintrifft.

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