Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

>
Ratgeber-Übersicht
>
Kalkfarben als resistente und antibakterielle Naturfarben für eine lange Haltbarkeit

Kalkfarben als resistente und antibakterielle Naturfarben für eine lange Haltbarkeit

Das geeignete Anstrichmittel bestimmt die Optik und den Schutz eines Gebäudes mit. Gleiches gilt für das Streichen und die Instandhaltung von Innenräumen. Dabei sind besonders Kalkfarben ein gängiges Mittel, die sowohl als Innenfarben Pigmente enthalten als auch als reines Bindemittel dienen können. Es hat eine desinfizierende Wirkung und eignet sich besonders zur Feuchtigkeitsreduktion in Räumen und zur Vermeidung von Schimmelbildung. Die wichtigsten Fragen rund um Kalkfarben beantworten wir hier.

Was sind Kalkfarben?

Kalkfarben gibt es als Sumpfkalk, als Streich- und Löschkalk oder in Form reiner Kalkfarben, die wiederum in gefüllte und ungefüllte eingeteilt werden. Gefüllte Kalkfarben enthalten weitere Hilfs- und Füllstoffe, während sowohl Sumpfkalk als auch ungefüllter Kalk rein sind. Der Kalkputz ist im Aussenbereich ebenso möglich wie innerhalb von Räumen als Innenfarbe oder Verputzung. Kalkanstriche halten durch ihre Porosität länger und sind vor allen Dingen auch für Feuchträume geeignet. Die Farbe platzt nicht vom Untergrund ab und wird von diesem optimal aufgenommen, wenn auch nur eine minimale Saugfähigkeit der Materialien vorhanden ist. Kalkanstriche sind gas- und feuchtigkeitsdurchlässig und trocknen auch auf feuchtem Untergrund. Sie sind gesundheits- und umweltfreundlich und ermöglichen allgemein eine natürliche Atmosphäre in Räumen.

Welche Vorteile hat der Anstrich mit einer Kalkfarbe?

Bevor Kunstharzfarben gängig wurden, war Kalkfarbe das gebräuchlichste Mittel für Wände und Decken. Ein Anstrich mit hochwertiger Kalkfarbe oder Sumpfkalk hat gesundheitliche und ökologische Vorteile und ermöglicht auch natürliche Farbtöne. Die Farbe ist diffusionsoffen und keimtötend, hat eine feuchtigkeitsregulierende Wirkung und einen hohen pH-Wert. Kalkfarben lassen sich leicht überstreichen und erhöhen ihre Deckkraft, je dicker die Schicht von dir aufgetragen wird. Die wichtigsten Vorteile sind:

  • natürliche Optik durch Naturfarben
  • umweltschonend
  • klimatisierend
  • gesundheitsfördernd und für Allergiker geeignet
  • feuchtigkeitsbindend
  • bakterien- und schimmelresistent
  • atmungsaktiv
  • für Feuchträume geeignet

Wann benötigt Kalkfarbe eine Grundierungen der Wände?

Üblicherweise trägst du Kalkfarbe relativ dünn auf. Gesprochen wird dabei von Kalkmilch für den Anstrich. Sind mehrere Schichten notwendig, um eine Fläche weniger transparent zu machen, sorgen im Kalk enthaltene Kristalle für ein schönes Lichtspektrum. Bei einem einfachen Kalkanstrich sind keine Grundierungen notwendig. Bei Lehmputz, Gipskarton oder einem mineralischen Untergrund sollten Grundierungen auf jeden Fall gemacht werden. Hier eignet sich Kasein oder Kalksinterwasser. Damit sich der Kalk besser verteilen lässt, ist das Vornässen der Wände sinnvoll. Das beeinflusst auch die Grundierungen positiv.

Was ist Sumpfkalk?

Sumpfkalk ist die gängige Form für natürliche Kalkanstriche bei Häusern und Innenräumen. Während Löschkalk aus Calciumoxid und Wasser besteht, wird Sumpfkalk in Wasser eingesumpft und so von allen Verunreinigungen befreit. Dabei baut er in dieser Phase der Lagerung eine neue Struktur auf. Diese ist dann auch wischfester als andere Kalkanstriche und lässt sich leichter auftragen und verarbeiten.

Welche Nachteile hat Kalkfarbe als Anstrichmittel?

Gegenüber Silikat- oder Dispersionsfarben lässt sich Kalk nicht ganz so einfach verarbeiten und benötigt daher etwas Fachwissen und professionelle Kenntnisse für die Anwendung. Auch wenn Kalkfarbe viele Vorteile hat und als Sumpfkalk eine hohe Abriebfestigkeit besitzt, kann es dir passieren, dass er beim Auftragen und auch nach dem Trocknen weiter abfärbt. Das bringt mit sich, dass die Verwendung im Aussenbereich eine häufigere Erneuerung des Anstrichs notwendig macht. Auch Regen und Feuchtigkeit verändern das Farbbild, sodass es wahlweise dunkler oder transparenter erscheint.

Kalkfarben sind nicht ganz so homogen wie Dispersions- und Kunstharzfarben. Daher ist es schwieriger, sie an der Wand gleichmässig zu verstreichen. Schön bleibt natürlich der rustikale Charakter, wobei die rauere Oberfläche einen optisch einnehmenden Reiz hat. Kalkfarben sind nicht für das Streichen von Tapeten geeignet. Auch lassen sie sich nicht mit anderen Anstrichmitteln überdecken. Bei einer zu hohen Schichtdicke verzögert sich der Trocknungsprozess und die Farbe bleibt länger alkalisch.

Wie kommen Kalkfarben im Aussenbereich zum Einsatz?

Für den Aussenbereich gibt es Kalk als Fassadenfarben und Anstriche, die dann eine deckende und schützende Funktion haben. Gerade unter den Bedingungen, die an Aussenwänden herrschen, müssen Anstrichmittel viel aushalten, darunter Kälte, Frost, Hitze, Regen und Sonneneinstrahlung. Für den Aussenbereich eignen sich sowohl Löschkalk als auch Sumpfkalk. Mit Fassadenfarben aus Kalk können Wände und Mauerwerk ausgebessert und verputzt werden. Du trägst die Kalkfarbe entweder mit einer Rolle oder einer Flachbürste auf der Fassade auf. Manchmal ist das Grundieren notwendig, wenn der Untergrund uneben oder vorgestrichen ist. Zur Abtönung einer Kalkfarbe sind kalkechte Pigmente nötig, die auch den hohen pH-Wert der Farbe verkraften.

Wie lässt sich Kalkfarbe wischfest machen?

Moderne Mineralfarben, Lasuren und Kalkfarben, die vorgefertigt sind, sind in der Regel an den Wänden etwas wischresistenter und haben klare Vorteile gegenüber den älteren Varianten. Wenn du jedoch Sumpfkalk oder reine Kalkfarbe verwenden möchtest, kannst du ihn mit einigen Tricks ebenfalls wischfester machen. In der Vorbereitungszeit, wenn Sumpfkalk gelagert wird und eine neue Struktur bildet, ist es wichtig, noch vor dem eigentlichen Abbindeprozess die Verdunstung des Lösungsmittels zu verzögern. Dann kann der Kalk in Ruhe mit der Luft reagieren und Feuchtigkeit binden. Ansonsten führst du der Kalkfarbe gezielt Feuchtigkeit zu, damit diese zeitverzögert trocknet und so die Verarbeitung und das Wischen vereinfacht werden. Auch kannst du vor dem Anstrich die Wände anfeuchten, damit die Farbe besser hält.

Das könnte dich auch interessieren

Epoxidharze – Eigenschaften und Anwendungen der Alleskönner

Epoxidharze sind aus unserem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Sie werden im Formenbau, in der Elektronik, bei der Flugzeugkonstruktion, bei Prothesen, als Klebstoff und in vielen weiteren Bereichen eingesetzt. Für hochgradig belastbare, formstabile und witterungsfeste Elemente bieten sich die langlebigen Kunstharze geradezu an. Seit einiger Zeit ist Epoxidharz sogar bei Heimwerkern zum Trendmaterial avanciert: Tische aus Holz in Kombination mit Epoxid Giessharzen sind aktuell ein angesagtes DIY. Alles zum Thema erfährst du hier.

Lehmfarben: Was kann der Lehmputz im Innenbereich?

Lehmfarben sind in der Herstellung umweltfreundlicher als andere Farben. Sie enthalten keine Konservierungsstoffe oder andere Schadstoffe. Für die Farbe sorgen die im Ton enthaltenen Mineralien, als Bindemittel dienen Zellulose oder pflanzliches Eiweiss. Damit sind es echte Naturfarben. Lehmfarben stehen im Ruf, dem Raumklima zugute zu kommen: Sie sollen ein natürliches Kühlsystem bilden, Schimmel bildet sich ebenfalls nicht so einfach, denn der Lehm bindet Wasser. Lehmfarben zählen zu den Naturbaustoffen und werden im Innenbereich verwendet. Wir beantworten hier die wichtigsten Fragen zu den natürlichen Wandfarben.

Trockenbauweise – was bedeutet das eigentlich?

Wände und Decken errichtet der Maurer oder Betonbauer üblicherweise mit viel Wasser, das sich entweder im Gussbeton oder im Mörtel befindet. Der Begriff Trockenbauweise bezieht sich auf das exakte Gegenteil: Bis auf eine kleine Menge Spachtelmasse finden hier keine Baustoffe Verwendung, die auch nur im Geringsten nass oder feucht wären. Deshalb heisst das Verfahren, Wände und Decken aus Ständerwerk und Gipskartonplatten zu errichten, schlicht Trockenbauweise. Damit lassen sich Wände, Decken und Schachtverkleidungen sehr schnell und kostengünstig herstellen. Die Trockenbauweise ist weit verbreitet im Bereich von Umbauten und Altbausanierungen. Doch auch im Neubau spart sie viel Zeit und Geld.

Die richtige Tapezierung – Tipps und Tricks für die Wandgestaltung

Das Tapezieren wird von einer Malerfirma als professionelle Arbeit schnell und effizient erledigt. Wer sich selbst an der Gestaltung der Räume versuchen möchte, hat die Auswahl zwischen zahlreichen Tapetensorten und verschiedenen Techniken, damit das Tapezieren mit den entsprechenden Werkzeugen richtig gelingt. Auch die Raumtemperatur und der verwendete Kleister spielen eine Rolle. Durch moderne Tapeten erhalten Räume eine ganz eigene Wirkung und lassen sich so richtig in Szene setzen. Unsere Tipps zur Tapezierung helfen dir, ein optimales Ergebnis zu erzielen, bei dem sich unter der Tapete keine Blasen bilden.

Fassadenisolation – günstige Möglichkeit, um nachhaltig Energie zu sparen

Ein Haus verliert über die Aussenwände und das Dach viel Wärme. Dieser Umstand schlägt sich in den laufenden Heizkosten nieder. Dennoch wird sowohl bei Neubauten als auch bei Sanierungen oftmals an der Fassadenisolation gespart. Dabei verbessert eine professionelle und fachgerechte Wärmedämmung nicht nur die energetischen Eigenschaften des Gebäudes, sondern schützt die Immobilie auch vor Schäden und sorgt so für eine langfristige Werterhaltung. Doch wie dämmt man eine Fassade richtig, welche Varianten stehen zur Verfügung, welches Material eignet sich für wen und wie lassen sich anstehende Renovierungsarbeiten optimal miteinander kombinieren?

Wärmedämmungen: Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zum Thema

Wände und Dächer schützen erst einmal nur vor Wind und Regen. Kälte halten die meisten Baustoffe aber nicht ab. Wer im Winter schon einmal in einem Altbau mit abgestellter Heizung gestanden hat, weiss, was gemeint ist. Hier hilft nur eine gute Wärmedämmung. Sie verhindert, dass Wärme aus dem Innenraum durch die Aussenwände nach draussen gelangt. Es gibt aber nicht nur eine Methode, um Häuser zu dämmen. Dir stehen verschiedene Methoden und Materialien zur Verfügung. Die Kosten unterscheiden sich teils erheblich. Wer sich aber in der Welt der Dämmmaterialien gut auskennt, spart schnell einige Franken bei seiner Sanierung.