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Acrylfarbe Wasserfest: 7 wichtige Fakten zur Verwendung im Innen- und Aussenbereich

Acrylfarbe Wasserfest: 7 wichtige Fakten zur Verwendung im Innen- und Aussenbereich

Während die Acrylfarbe vor allem im künstlerischen Bereich bekannt ist, gewinnt sie zunehmend in der Renovierung, beim Malen und Lackieren an Beliebtheit. Grund dafür sind ihre praktischen Eigenschaften: Sie ist einfach anzubringen, trocknet schnell, überzeugt mit hoher Farbbrillanz und Widerstandsfähigkeit und arbeitet ebenso sparsam wie flächendeckend. Doch es gibt noch einen weiteren Grund für ihre Popularität: ihrer hohe Umweltfreundlichkeit. Acrylfarbe trifft genau den Nerv unserer Zeit und spiegelt das Umweltbewusstsein der heutigen Generationen perfekt wider. Du möchtest mit wasserfesten Acrylfarben arbeiten? Kein Problem: Mit unserem Ratgeber zum Thema hast du in wenigen Minuten den vollen Überblick.

Was ist Acrylfarbe und seit wann gibt es sie?

Acrylfarben sind vor allem aus der Malerei bekannt. Acrylfarbe setzt sich aus zahlreichen Pigmenten und Acrylharz zusammen, wobei letzteres als Bindemittel fungiert. Als Lösungsmittel dient Wasser, weshalb du die Farbe in Geschäften häufig mit dem Beinamen "auf Wasserbasis" versehen findest. Ihren Ursprung hat das Farbmittel in den 1930ern in Deutschland. Für seine erstmalige Produktion 1934 ist der weltweit grösste Chemiekonzern BASF verantwortlich. Das Patent stammt ursprünglich von Röhm und Haas, die es 1930 als Plextol anmeldeten. Mitte der 1940er Jahre erfolgte schliesslich der Export auf den amerikanischen Markt, wo es in den darauffolgenden Jahren zu einer Verwendung im künstlerischen Bereich gelangte. Obwohl die erste Produktion des Acrylgemenges in Deutschland stattfand, verwendeten Maler in Europa die Acrylfarbe erst in den 1960er Jahren.

Wofür wird Acrylfarbe verwendet?

Heutzutage gibt es vielseitige Einsatzmöglichkeiten für Acrylfarbe. Ob auf der Leinwand, der Fassade eines Fertighauses, Stoff, Beton, Heizungen, Glas, Holz oder gar als Modellierungsmasse: Ihre zahlreichen praktischen Eigenschaften machen sie zu einem wahren Multitalent. Dabei findet Acryl bei Handwerken, Hobbyisten und der industriellen Arbeit sowie Indoor und Outdoor Verwendung.

Welche Vor- und Nachteile hat die Arbeit mit Acryl?

Die Vorteile der Farbe sind:

  • Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten
  • Eignet sich für jedes Lernniveau und zahlreiche Techniken
  • Hohe Farbbrillanz
  • Lichtecht
  • Einfache Anwendung
  • Grosse Angebotsvielfalt an Farbtönen und -effekten
  • Nachhaltig und umweltfreundlich
  • Hohe Flächendeckung
  • Widerstandsfähig und langlebig
  • Wetterfeste Optionen erhältlich
  • Nach dem Trocknen ist Acrylfarbe wasserfest
  • Geruchsneutral
  • Verdünnung erfolgt mit Wasser
  • Gut mischbar
  • Perfekt für Farbakzente

Dieser langen Liste stehen natürlich auch einige Nachteile gegenüber:

  • Zügiges Arbeiten notwendig, da die Farbe schnell trocknet
  • Verringert beim Trocknen das Farbvolumen
  • Trockene Farbe fällt dunkler aus als frisch aufgetragene
  • Geringe mechanische Belastbarkeit

Wie lässt sich Acrylfarbe im Aussenbereich verwenden?

Die Farbe eignet sich nicht nur für die Acrylmalerei, sondern ebenso für die Gestaltung des Aussenbereiches. Hierzu verwendest du qualitativ hochwertige, wetterfeste Acryllacke. Der Vorteil bei dem Gebrauch im Aussenbereich liegt in der Langlebigkeit und Widerstandsfähigkeit der aufgetragenen Farbe, zudem ist sie UV-, witterungs- und hitzebeständig. Acryllacke lassen sich in dicken Schichten auftragen und eignen sich somit für fast alle Untergründe. Trotzdem ist es wichtig, dir zuvor zu überlegen, für welchen Untergrund du den Lack verwendest. Denn bei stark strapazierten Flächen benötigst du aufgrund der geringen mechanischen Belastbarkeit des Farbmaterials eine zusätzliche Versiegelung durch Kunstharz.

Welche Utensilien und Pinsel benötige ich für die Acrylmalerei?

Wenn es um das richtige Zubehör für die Acrylmalerei geht, spielen vor allem das Grundierweiss, die Strukturpaste und die richtigen Pinsel eine entscheidende Rolle. Das Grundierweiss benötigst du zur Vorbereitung unbearbeiteter Leinwände und harter Untergründe. Nicht zu verwechseln ist es mit der Strukturpaste, welche du zum Anmischen der Farben nutzt. Diese Technik ermöglicht dir, Schichten, Formen und Strukturen zu erzeugen. Die Pinsel stellen für die Acrylmalerei ein essenzielles Werkzeug dar. Setze hierbei auf eine hohe Qualität. Damit vermeidest du, dass sich die Pinselhaare willkürlich auf deinem Kunstwerk verteilen. Ideal wählst du ein hochwertiges Pinselset, das dir mit unterschiedlichen Pinselgrössen, -formen und Borstenstärken eine variationsfreudige Arbeit ermöglicht. Bei der Malerei mit Acryl sind insbesondere Borsten aus Nylon empfehlenswert.

Was muss ich bei der Verwendung von Acrylfarbe auf Stoff beachten?

Acrylfarbe eignet sich grundsätzlich für fast alle Stoffarten. Eine Ausnahme stellen glatte Stoffe wie Leder dar, da die Farbe hier schlecht haftet. Achte vor dem Auftragen darauf, dass der zu bemalende Untergrund keine Falten wirft oder verrutscht. Dazu befestigst du die Ränder des Stoffes mit Wäscheklammern oder beschwerst diese alternativ mit Gewichten. Trage die Farbe gleichmässig in einer dünnen Schicht auf. Lasse dich dabei nicht von der milchigen Konsistenz aus dem Ruder bringen: Nach dem Trocknen fällt die Farbe deutlich intensiver aus. Durch eine Vermischung mit Wasser schaffst du dir bei der Arbeit zusätzlichen zeitlichen Spielraum, da sich die Trockenzeit hierdurch verlängert.

Sind Acrylfarben auf Wasserbasis wasserfest?

Acrylfarben bauen auf einer Wasserbasis auf. Das Wasser dient beim Auftragen als Lösungsmittel. Nach dem Trocknen ist die Acrylfarbe wasserfest, sodass anschliessend auch keine Entfernung von Stoffen und Kleidungsstücken mehr möglich ist. Je mehr Wasser du hinzugibst, desto länger benötigt die Farbe, um zu trocknen. Achte jedoch darauf, bei deiner Arbeit nicht zu viel Wasser zu verwenden, da dies nur zu leicht das Ergebnis ruiniert.

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