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Holz lackieren – Tipps und Tricks für den Anstrich und Schutz

Holz ist ein vielseitiger Werkstoff, unterliegt aber auch verschiedenen Verschleisserscheinungen. Damit es seine Natürlichkeit, Langlebigkeit, Farbe und Qualität beibehält, lohnt es sich, Möbel, Türen, Fensterrahmen, Spielzeug, Deko oder andere Holzmaterialien zu lackieren. Je nach Art des Holzes ist eine Grundierung notwendig. Lack kann durch glänzende Transparenz für den Holzschutz sorgen, ist aber auch in vielen Farben erhältlich, um Design individuell zu gestalten. Es gilt aber: Eine gelungene Lackierung beginnt bereits mit der richtigen Vorbehandlung des Holzes.

1. Holz schleifen, um die Oberfläche etwas anzurauen

Holzoberflächen benötigen von Zeit zu Zeit eine neue Lackierung. Besonders Türen, Fenster und Möbel sehen unbehandelt irgendwann nicht mehr schön aus, da sie natürlich altern und irgendwann Risse und kleinere Löcher bilden. Das Material bleicht aus und ist anfällig für Beschädigungen.

Daher ist es wichtig, das Holz zu schleifen, noch bevor du den Lack mit einem Pinsel gleichmässig verteilst. Damit raust du die Oberfläche auf und die Grundierung dringt besser ein. Du entfernst so aber auch Rückstände und alte Lackschichten. Diese müssen zunächst abgebeizt werden, damit sich die neue Lackierung verteilen lässt. Eine gründliche Säuberung mit Schleifpapier entfernt vorhandene Staubrückstände und Verschmutzungen. Kleinere Schäden in den Holzverbindungen solltest du mit Spachtelmasse ausbessern.

2. Das Holz nach dem Schleifen sorgfältig grundieren

Damit die Lasur auf der Oberfläche haftet, nutzt du als geübter Heimwerker entweder ein Vorlack oder einen Haftgrund als Grundierung, mit der du das Material vorbehandelst. Nicht alle Holzsorten benötigen eine Grundierung, sie schadet aber auch nicht. Das Holz nimmt durch den Schleifvorgang und das Vorlackieren die eigentliche Lasur besser auf. Benutzt du einen Vorlack, solltest du ihn flächendeckend auftragen und zunächst trocknen lassen. Verteile die Grundierung mit dem Pinsel und verwende nach dem Trockenvorgang die gewählte Lacksorte. Um ein einheitliches Ergebnis zu erzielen, ist das Abschleifen der Flächen und Schnittkanten ratsam. Besonders die Kanten solltest du sauber brechen und grundieren, bevor du den Rest lackierst.

3. Die richtige Beschichtungsart für mehr Holzschutz wählen

Es gibt zwei verschiedene Beschichtungsarten. Du kannst Holz mit Lacken oder mit Lasuren behandeln. Lacke bilden auf der Maserung eine geschlossene Schicht, die in der Regel glänzt. Das bedeutet, Maserung und Holzstruktur sind nach der Lackierung nicht mehr sichtbar.

Die Lasur wiederum dringt in das Holz ein und sorgt von innen für den Holzschutz. Sie ist nicht so glatt wie ein Lack und erlaubt die Struktur des Holzes zu erkennen. Das nennt sich eine semitransparente Oberfläche. Eine Lasur kann zusätzlich noch einmal überstrichen oder als Grundierung genutzt werden.

4. Die geeigneten Lacke für die Lasur auswählen

Mit einer Lackierung erzielst du ein schönes Ergebnis, wenn du das Holz mehrmals mit dem Pinsel bestreichst. So entstehen verschiedene Schichten als Vor-, Zwischen- und Schlussanstrich. Lacke gibt es als

  • transparenten Lack
  • Acryllack
  • Kunstharzlack
  • Klarlack für mehr Glanz
  • Lack in verschiedenen Farben
  • umweltschonenden Wasserlack, der geruchsneutral ist und nicht vergilbt

Belastbar und lange haltbar sind Kunstharzlacke. Acryllack wiederum lässt sich besonders einfach auftragen und mit dem Pinsel verstreichen.

5. Holz lackieren oder mit Farbe bestreichen

Bestimmte Möbel, Türen und Holzrahmen sind mit einer transparenten Lackierung deutlich schöner anzusehen. Natürlich kannst du aber auch Lacke verwenden, die als Farbe erhältlich sind. Es hängt davon ab, um welches Holz es sich handelt und ob die Holzstruktur sichtbar bleiben soll oder nicht. Möbel in Haus oder Garten, darunter Tische, Stühle, Kommoden und Holzspielzeug, sehen mit einer tollen Farbe schnell wieder wie neu aus. Für den Innenbereich ist die Wahl der Lacke relativ frei, wobei sich natürlich geruchsarme Farben empfehlen. Im Aussenbereich und für den Holzschutz eignen sich abriebfeste Akydharzlacke.

6. Den Pinsel sorgfältig und präzise über die Oberfläche der Möbel führen

Du kannst den Anstrich mit dem Pinsel, einer Farbrolle oder mit einer Sprühdose machen. Farbe benötigt in der Regel mehrere Lackschichten, damit kein fleckiges oder durchschimmerndes Ergebnis entsteht. Dazu solltest du Farblacke immer gleichmässig dick auftragen, während Lasuren als dünne Beschichtung ausreichen. Häufige Lackierfehler sind:

  • unzureichende Vorbereitung durch Schleifen und Grundierung
  • Lacke nur in einer Schicht auftragen
  • Verwendung falscher Auftragswerkzeuge und Pinsel
  • Trocknungsvorgang beschleunigen

Verwende spezielle Lackpinsel, bei denen im vorderen Bereich die Borsten leicht gespalten sind. Dadurch erzielst du beim Auftragen einen besseren Farbverlauf. Schlechte Pinsel haben oft minderwertige Borsten aus Kunststoff, die brechen oder quellen können. Entscheide dich für die geeignete Grösse des Pinsels. Für breitere Flächen eignet sich ein Roller besser. Lasse Lack oder Farbe immer ausreichend und natürlich trocknen. Beschleunige den Vorgang nicht durch einen Heizlüfter oder Fön, da das Ergebnis dann schlechter wird.

7. Mehr Holzschutz durch Lack, Lasur oder Farbe

Mit einer Lasur oder Lackierung versiegelst du die Oberfläche des Holzmaterials. Das ist für den Innenbereich genauso wichtig wie für den Aussenbereich. Lacke oder Lasuren verhindern als transparente oder farbige Mittel Verschmutzungen und schützen vor Sonneneinstrahlung, Ausbleichen, Nachdunkeln, vor dem Eindringen von Feuchtigkeit und vor Rissen und Beschädigungen. Das Holz wird nicht spröde und erhält seine natürliche Farbe und Struktur. Vorteilhaft ist, dass Holz sehr pflegeleicht ist und du es mit einer Lackierung schnell wieder auf Vordermann bringst.

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