Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Der Begriff leitet sich von hydrophob ab. Es stammt aus den Altgriechischen und bedeutet frei übersetzt wassermeidend oder wasserabweisend. Er wird in der Chemie und Biologie verwendet, um Stoffe zu beschreiben, die sich nicht mit Wasser vermischen lassen oder Oberflächen, an denen das Wasser abperlt. Das Gegenteil von Hydrophobie ist Hydrophilie.
Hydrophobierung und Imprägnierung beschreiben ähnliche Vorgänge. Von Hydrophobierungen spricht man häufiger in der Bauindustrie, während Imprägnierungen sich nicht zwangsläufig auf Fassaden oder Baustoffoberflächen beziehen. Imprägnierungen begegnen dir auch im Alltag, wenn du zum Beispiel Schuhe oder Kleidung vor Wasser und Schmutz schützen möchtest. Bei diesen Imprägnierungen geht es aber nicht nur um den wasserabweisenden Effekt, sondern sie sollen in erster Linie schmutzabweisend sein und so die Reinigung von Oberflächen erleichtern. Imprägnierungen dringen nur ein bis zwei Millimeter tief in die Baustoffe hinein. Hydrophobierungen hingegen können bis zu sechs Millimeter tief in die Poren des Baumaterials eindringen. Die so genannte Tiefenhydrophobierung kann sogar bis zu zwei Zentimeter tief einwirken. Sie kommt jedoch selten zum Einsatz und ist eher an Standorten mit Nähe zum Meer oder im Denkmalschutz zur Steinkonservierung üblich.
Für die meisten Hydrophobierungsmittel werden Verbindungen auf Siliziumbasis verwendet. Heute handelt es sich dabei vorwiegend um Siliziumdioxid oder verschiedene Silane. Während Siliziumdioxid aus einem Silizium-Molekül und zwei Sauerstoffmolekülen zusammengesetzt wird, handelt es sich bei Silanen um verschiedene Verbindungen, bei denen Silizium im Zentrum steht und mit unterschiedlich vielen Wasserstoffmolekülen verbunden ist.
Das Grundkonzept aller Hydrophobierungen, ob Silane oder Siliziumdioxid, beruht auf ihrer besonderen chemischen Struktur. Sie besitzen, einfach erklärt, eine wasseranziehende und eine wasserabweisende Seite. Beton, Naturstein oder auch der übliche Putz an der Wand tragen immer etwas Feuchtigkeit in sich. Wenn das Hydrophobierungsmittel auf diese Oberflächen aufgetragen wird, haftet sich die hydrophile Seite dort an und reagiert mit dem Wasser in den Poren des Baumaterials. Dabei entsteht eine Schicht aus Siliconharz. Diese Beschichtungen erlauben es kleineren Wasserdampfmolekülen, aus den Baustoffen herauszutreten. Wasser und Schadstoffe von aussen sind jedoch zu gross, um die Barriere passieren zu können.
Bevor es an die eigentliche Hydrophobierung geht, muss zunächst die Eindringtiefe bestimmt werden. Dazu wird zunächst die sogenannte Karbonatisierungstiefe bestimmt, um zu ermitteln, wie stark der Beton durch äussere Einflüsse belastet wird. Danach werden die Oberflächen vorbereitet und gesäubert, zum Beispiel mithilfe eines Hochdruckreinigers. Lose Teile und poröse Stellen müssen entfernt und anschliessend durch Reprofilierung des Betons saniert werden. Sind diese Schritte vollständig abgeschlossen, geht es an die eigentliche Hydrophobierung. Dabei wird das Hydrophobierungsmittel entweder mit einer Bürste aufgetragen oder mithilfe einer Baumspritze im Flutverfahren. Letztere Methode ist besonders für Mauerwerk, Aussenfassaden und Betonwände, also für alle grossen und senkrechten Oberflächen am besten geeignet und dort deutlich effektiver.
Grundsätzlich kann eine Hydrophobierung auf alle mineralischen, natürlichen Oberflächen, die besonders saugfähig oder porös sind, erfolgen. Eine Anwendung bietet sich zum Beispiel auf folgenden Materialien an:
Ohne eine Hydrophobierung sind Betonfassaden und andere Baumaterialien den Witterungsverhältnissen stärker ausgesetzt. Nicht nur das Eindringen von Wasser, sondern insbesondere die darin enthaltenen Schadstoffe, wie zum Beispiel Chloride, setzen den Baumaterialien zu und dringen über die Poren tief ins Innere. Doch nicht nur Wasser allein verursacht Schäden. Kritisch wird es, wenn Kohlendioxid und Wasser miteinander reagieren und zu Bewehrungskorrosion führen, die im schlimmsten Fall unbehandelt die Tragfähigkeit des Bauwerks gefährdet. Die Anwendung von Hydrophobierungsmitteln hat darüber hinaus noch viele andere Vorteile:
Mit einem eigenen Haus im Grünen erfüllen sich viele Menschen einen echten Lebenstraum. Dabei gibt es an einem Haus immer viel zu tun. So erfordern schon die Fassadengestaltung, der Fassadenanstrich sowie die Tapezierarbeiten und die Bodenbelagsarbeiten viel Zeit und Geduld. Sind die initialen Bauarbeiten abgeschlossen, gilt es, das Haus in Schuss zu halten. Die ersten Witterungsschäden und Abnutzungserscheinungen zeigen sich besonders schnell an Holzkonstruktionen und Holzbauelementen. Ein regelmässiger Schutzanstrich sowie Lackierarbeiten und Lasurarbeiten sind somit Pflicht. Doch was sind Lasuren überhaupt, welche unterschiedlichen Arten gibt es und was gilt es bei Lasurarbeiten zu beachten?
Die Technik der PVD Beschichtung bietet sowohl im funktionellen als auch im dekorativen Bereich faszinierende und nachhaltige Möglichkeiten. Der Prozess führt zu perfekten Oberflächen, die sowohl durch ihre Haltbarkeit und ihre mechanischen Eigenschaften als auch durch eine brillante Farbqualität überzeugen. In diesem Artikel klären wir die wichtigsten Fragen rund um die Technologie der PVD Beschichtungen.
Lärm ist allgegenwärtig, sowohl am Arbeitsplatz als auch daheim. Besonders die moderne Architektur mit ihren akustisch harten Materialien und ihren geradlinigen Strukturen verstärken den Geräuschpegel. Die Folge ist nicht nur eine gestörte Konzentrationsfähigkeit, sondern auch mehr Stress – und darunter leidet die Gesundheit. Akustik Paneele können hier Abhilfe schaffen. Sie dämpfen und schlucken die Umgebungsgeräusche und sorgen damit für ein angenehmeres Arbeiten und Wohnen. Wissenswertes zum Thema haben wir dir hier zusammengestellt.
Lehmputze werden schon seit Jahrtausenden im Lehmbau verwendet. Es gibt wohl nur wenige Baustoffe, die eine so gute Ökobilanz aufweisen wie Lehm. Nicht nur, dass ausgehärtete Lehmbaustoffe jederzeit wieder aufbereitet und erneut verwendet werden können – ihre Herstellung belastet die Umwelt nicht durch Emissionen und die Transportwege sind kurz. Lehmputze wirken als Klimapuffer, indem sie überschüssige Feuchtigkeit aus der Raumluft binden. Zudem können sie bei der Innendämmung als Dämmputze eingesetzt werden, um Temperaturunterschiede auszugleichen. Hinzu kommt, dass die Verarbeitung von Lehmputzen für Laien wesentlich einfacher ist als die von zementbasiertem Putz. Alles rund um das Thema Lehmputze gibt es hier.
Mineralfarben, auch als Silikatfarben bekannt, gelten als robust und umweltfreundlich. Besonders Haus- und Wohnungseigentümer arbeiten mit mineralischen Farben, wenn sie sich ein langlebiges Ergebnis wünschen. Trotzdem kommen die speziellen Farben nicht für alle Oberflächen und Anstriche infrage, weil sie nur auf besonderen Untergründen haften. Erfahre hier alles über die wohngesunde und zugleich anspruchsvolle Mineralfarbe und lies nach, wie du dich auf einen Anstrich am besten vorbereitest.
Wenn am Bau oder in der Industrie Metall verarbeitet wird, steht immer auch die Frage nach einem geeigneten Schutz vor Korrosion im Raum. Meist genügt es, die Oberflächen sorgfältig zu beschichten, um den direkten Kontakt mit Wasser zu verhindern. Feuchtigkeit ist eine wichtige und häufige Ursache für Korrosion, und wenn es gelingt, das Metall mit einem Schutzschild zu ummanteln, wird sie wirksam von der Metalloberfläche abgehalten. Einen guten Korrosionsschutz kann man auf unterschiedliche Art und Weise herstellen. Gerade am Bau ist er enorm wichtig, denn Korrosion kann Schäden am Metall verursachen. Alles zum Thema Korrosionsschutz am Bau erfährst du hier.