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Holzlasuren – Tipps zur Verwendung und Hinweise zu den einzelnen Produkten

Holzlasuren – Tipps zur Verwendung und Hinweise zu den einzelnen Produkten

Lasuren sind eine von vielen Möglichkeiten, Holzoberflächen zu behandeln. Die vielen Produkte, die es gibt, haben aber unterschiedliche Eigenschaften. Einige sind umweltfreundlich und eignen sich für Möbel und Kinderspielzeug, andere solltest du nur im Aussenbereich einsetzen. Holzlasuren sind in den unterschiedlichsten Farben erhältlich, von Braun bis hin zu leuchtenden Tönen. Das Hauptmerkmal von Lasuren ist, dass sie, im Gegensatz zur pigmentierten Lacken oder Holzfarben, leicht durchscheinend sind. Die natürliche Maserung des Holzes bleibt für das Auge nach einer Behandlung mit Lasur immer sichtbar.

Welche Produkte gibt es?

Holzlasuren gibt es in mehreren Varianten. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie Holzflächen vor Feuchtigkeit, Sonne und auch Schädlingen schützen. Der Unterschied besteht in den Inhaltsstoffen. Je nach Zusammensetzung eignen sie sich für:

  • den Aussenbereich
  • Innenräume
  • Holzspielzeug

Manche Lasuren wirken wie ein Holzschutzmittel, weil ihnen Biozide zugesetzt wurden. Solche Lasuren solltest du lieber überhaupt nicht und wenn, dann nur im Aussenbereich verwenden: Die Biozide sind in der Wohnung schädlich für den Menschen und in der Natur verhindern sie zwar, dass das Holz von Pilzen befallen wird, aber auch Insekten und andere Nützlinge leiden unter den Ausdünstungen. Besser sind schadstoffarme Lasuren. Sie können farblos, aber auch pigmentiert sein. Für den Innenbereich solltest du nur Holzlasuren in Form von Naturfarben verwenden.

Wie unterscheiden sich Holzlasuren, Lacke und Wachse?

Lasuren, Lacke und Wachse dienen zwar alle der Holzbehandlung, haben aber unterschiedliche Eigenschaften und Einsatzgebiete. Wenn du zum Beispiel Holzspielzeug für deine kleinen Kinder baust, solltest du es nicht mit Lack behandeln, denn der Lack splittert ab, wenn das Kind auf dem Spielzeug kaut. Viel besser ist Wachs oder Öl. Ein gutes Wachs ist schweiss- und speichelecht, versiegelt die Oberfläche und macht sie geschmeidig. Wachs wird mit der Zeit zwar abgerieben, es ist aber nicht giftig. Weil die Haltbarkeit nicht so gut ist, ist Wachs allein für den Aussenbereich wiederum nicht geeignet, Lasuren und Lacke dagegen schon. Lack bildet eine stabile Schicht auf der Holzoberfläche. Damit wird das Holz unempfindlich gegen Kratzer. Der Nachteil dieser Schicht ist, dass sie splittern kann, wenn das Holz arbeitet, zum Beispiel im Freien (eine Ausnahme ist Bootslack). Holzlasuren bilden auch eine Schicht auf der Oberfläche, dringen aber tiefer in das Holz ein. Diese Produkte arbeiten mit dem Holz mit und blättern nicht so schnell ab. Lasuren müssen im Aussenbereich aber regelmässig erneuert werden. Für Spielzeug sind spezielle Lasuren erhältlich.

Eignen sich Holzlasuren als Fassadenfarben?

Holzlasuren mit einer entsprechenden Zusammensetzung können sehr witterungsbeständig sein und eignen sich deshalb auch als Fassadenfarben. Zu beachten ist aber, dass du auch die beste Lasur spätestens nach zwei Jahren im Freien erneuern solltest, damit ein optimaler Schutz gegeben ist.

Wie gut sind Holzlasuren als Innenfarben?

Für die Gestaltung des Innenbereichs sind Holzlasuren ein beliebtes Mittel. Wand- und Deckenverkleidungen lassen sich so aufhellen oder dunkler streichen. Besonders Kinder freuen sich, wenn sie von bunten Farben umgeben sind und zum Beispiel das Bett in verschiedenen Tönen lasiert ist. Zusammen mit passenden Wandfarben ergibt sich ein harmonisches Bild. Für den Innenbereich und für Spielzeug solltest du nur Lasuren verwenden, die sich als Innenfarben eignen, also absolut biozidfrei sind. Dort, wo kleine Kinder leben, ist es zudem sinnvoll, wenn die Lasur schweiss- und speichelecht ist.

Benötige ich Grundierungen für Lasuren?

Grundierungen sind da nötig, wo Farbe und Lasuren nicht gut haften, oder wenn das Holz speziell geschützt werden soll. Manche Hersteller von Lasuren empfehlen zum Beispiel eine Grundierung, die als Schutz vor Pilzen und Insektenbefall dient. Ist eine Holzoberfläche schon länger ungeschützt im Freien und grau geworden, eignen sich sogenannte Entgrauer als Grundierung. An Stellen, an denen die Lasur nicht so stark beansprucht wird, im Innenbereich, ist keine Grundierung nötig. Du trägst einfach eine Schicht auf, lässt sie trocknen und streichst die Fläche noch einmal.

Wie trage ich Holzlasur auf?

Lasur wird mit einem Pinsel aufgetragen.

  1. Wichtig ist, dass der Untergrund sauber ist. Schmutz und Staub musst du deshalb zuerst entfernen.
  2. Dann rührst du die Lasur gut um und trägst sie in Faserrrichtung auf die Holzfläche auf.
  3. Bist du mit der Arbeit fertig, reinigst du den Pinsel.

Natürliche Lasuren auf Wasserbasis kannst du einfach mit Seife ausspülen. Bei lösemittelhaltigen Lasuren verwendest du Pinselreiniger oder Terpentinersatz. Innenfarben werden meist auf Wasserbasis hergestellt, Fassadenfarben, weil sie haltbarer sein müssen, dagegen mit Lösemitteln.

Für welche Werkstoffe sind Holzlasuren geeignet?

Holzlasuren eignen sich nicht nur für Holz, sondern auch für Holzwerkstoffe. So kannst du nicht nur Wände, Möbel und Türen aus Vollholz mit einer dekorativen Oberflächenfarbe beschichten, sondern auch MDF- oder OSB-Platten. Besonders Letztere sehen wegen ihren lebendigen Struktur nach einer Behandlung mit Lasur sehr gut aus und sind ein gutes Gestaltungselement für die Wohnung. Kunststoffbeschichtete und lackierte Flächen lassen sich nicht mit Lasur behandeln, da diese offene Poren braucht, um in die Oberfläche eindringen zu können.

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